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Altersvorsorgesysteme: Schweiz auf vorderen Rängen

März 18th, 2016 in Altersvorsorge, News

2015 hat die Altersvorsorge der Schweiz im Melbourne Mercer Global Pension Index (MMGPI) einen guten vierten Platz belegt. Der Melbourne Mercer Global Pension Index wertet die Altersvorsorgesysteme verschiedener Länder aus und erstellt in jedem Jahr eine Bestenliste, die einen direkten Vergleich der unterschiedlichen Vorsorgesysteme ermöglicht. Die Schweiz kann sich dabei seit Jahren auf den vorderen Plätzen behaupten.

Nur Australien, Dänemark und die Niederlande schnitten 2015 mit einem besseren Ergebnis als die Schweiz ab. Die Schweiz erzielte einen Gesamtwert von 74.2, der über dem eigenen Ergebnis von 2014 liegt (73.9). Damit liegt das Land fünf Indexpunkte hinter Australien, das die Liste zum zweiten Jahr in Folge anführt. Dagegen belegt beispielsweise Deutschland, dessen System wie das der Schweiz auf einem Drei-Säulen-Prinzip beruht, nur den zwölften Platz.

Das Drei-Säulen-Prinzip in der Schweiz besteht aus der staatlichen AHV-Versicherung, der beruflichen Pensionskasse und der privaten Vorsorge. Das Gesamtsystem deckt die Rentenzahlung bei Invalidität, für Hinterbliebene im Todesfall sowie die klassische Altersrente ab. Die Finanzierung geschieht über Steuern, Einkommensabgaben und private Rücklagen.

Anhebung des Rentenalters weiter im Gespräch

Das deutsche Drei-Säulen-System basiert auf dem gleichen Grundprinzip wie das der Schweiz. Eine Kombination aus Pflichtzahlungen der Versicherten und einer privaten Absicherung verteilt sich auch bei den direkten Nachbarn auf drei Säulen. Dabei ist in beiden Ländern ein Gleichgewicht zwischen Einzahlungen und Auszahlungen aus den staatlichen Kassen notwendig. Die arbeitende Bevölkerung muss daher genügend Rücklagen bilden, um die Ansprüche der rentenberechtigten Personen abzudecken.

In den vergangenen Jahren ist dieses Gleichgewicht aber stark ins Schwanken geraten. Pensionäre werden immer älter und erhalten mehr Rentenzahlungen. Im Gegenzug verringern sinkende Geburtenraten und eine schwindende Arbeitnehmerzahl die Höhe der Einzahlungen.

Ohne eine umfassende, private Vorsorge, ist es für Rentenberechtigte beider Länder kaum noch möglich, die Finanzierung des Lebensabends sicherzustellen. Deutschland hat bereits mit einem Anheben des Renteneinstiegsalters auf die sich verschlechternde Finanzlage der Rentenkassen reagiert. In der Schweiz werden aktuell diverse Reformen diskutiert.

Schweiz: Mehr Immobilieneigentum und höheres Rentenalter

Die demografischen Entwicklungen zeigen: Obwohl es die Schweiz in der Gesamtübersicht des Melbourne Mercer Global Pension Index auf einen guten vierten Platz geschafft hat, gibt es auch hier Änderungsbedarf beim Rentensystem. Der Index bietet dafür eine Reihe von Lösungsvorschlägen, mit denen sich die Gesamtsituation des Altersvorsorgesystems aus Expertensicht verbessern liesse.

Die Experten hinter der Studie nennen unter anderem eine Erhöhung von Immobilienbesitz unter Privatpersonen als einen Weg, die Altersvorsorge auf lange Sicht zu stabilisieren. Auch eine schrittweise Erhöhung des Rentenalters wird als mögliche Option genannt. Änderungen auf staatlicher Ebenen werden in der Schweiz jedoch zum Grossteil durch Volksentscheide (direkt oder indirekt) abgesegnet, wobei sich für ein erhöhtes Rentenalter aktuell kaum eine Mehrheit finden dürfte.

Eine umfangreiche Privatvorsorge ist aber ein Konzept, das für immer mehr Schweizer bereits in jungen Jahren interessant wird. Je früher mit der Vorsorge begonnen wird, umso mehr Kapital lässt sich ansparen. Ob man zur Altersvorsorge in Immobilien, Rentenversicherungen oder Aktien investiert, klärt man am besten im Rahmen eines Beratungsgesprächs, bei dem ein individuelles Vorsorgekonzept erstellt wird.

Der Melbourne Mercer Global Pension Index

Der Melbourne Mercer Global Pension Index wird seit sieben Jahren in einer Kooperation des Australian Centres for Financial Studies (ACFS) mit der Unternehmensberatung Mercer erstellt und durch das Victorian State Government finanziert. Die Studie untersucht mehr als 40 Indikatoren und Bereiche, die sich direkt oder indirekt auf das Rentensystem beziehen, und erstellt einen Index für insgesamt 25 Länder. Die arbeiten mit teils sehr unterschiedlichen Rentensystemen und haben diverse wirtschaftliche Strukturen.

Die Studie zielt darauf ab, Problembereiche in der Altersversorgung der einzelnen Länder herauszuarbeiten. Für das Ranking spielt es eine wichtige Rolle, wie gut die Länder und die Einwohner auf die Zukunft der Altersvorsorge vorbereitet sind: Sind ausreichend Rücklagen vorhanden? Existieren bereits Lösungsansätze für bestehende Probleme? Und für welche Lebenserwartungen haben Rentner aktuell vorgesorgt? Diese und weitere Punkte geben einen sehr guten Überblick über die derzeitige Situation im jeweiligen Land.

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