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Berufliche Vorsorge: Mindestzinssatz steigt 2014 auf 1.75%

November 1st, 2013 in Altersvorsorge, News, Pensionskasse

Der Mindestzinssatz für Guthaben der beruflichen Vorsorge (BVG) wurde für 2014 festgesetzt. Der Bundesrat hat entschieden, diesen von aktuell 1.5% auf 1.75% anzuheben. Grund dafür sind die positive Weiterentwicklung bei Aktien und Immobilien, sowohl dieses als auch letztes Jahr, wie das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) festhält.

Der BVG-Zinssatz

Grundsätzlich regelt der Mindestzinssatz die Verzinsung des angesparten Alterskapitals der Versicherten. Von diesem darf nur in Ausnahmefällen (beispielsweise wenn die finanzielle Lage der Pensionskassen dies erfordert) abgewichen werden. Der Mindestzinssatz wird vom Bund festgelegt (Art. 15 Abs. 2 BVG) und muss mindestens alle zwei Jahre überprüft werden. ”Dabei berücksichtigt er die Entwicklung der Rendite marktgängiger Anlagen, insbesondere der Bundesobligationen, sowie zusätzlich der Aktien, Anleihen und Liegenschaften” (Art. 15 BVG).

Auch wenn der Mindestzinssatz nächstes Jahr um 0.25% erhöht wird, ist er im Vergleich zu vergangenen Jahren immer noch tief. 2002 beispielsweise betrug dieser noch 2%.

2. Säule: Nächstes Jahr lohnt sich einzahlen mehr

Die 2. Säule (Berufliche Vorsorge) umfasst neben der Pensionskasse folgende Leistungen: Obligatorische Unfallversicherung, Einbau von freiwilligen Zusatzleistungen in der beruflichen Vorsorge, Zusatzversicherung zur obligatorischen Unfallversicherung (kann durch den Arbeitgeber freiwillig organisiert werden), Arbeitslosenversicherung, Krankentaggeldversicherung (kann durch den Arbeitgeber freiwillig organisiert werden).

Nach Oben ist die Verzinsung den Vorsorgeeinrichtungen überlassen. Jedoch orientieren sich diese stark am Mindestzinssatz. 2012 wurden die Sparguthaben der Pensionskassen mit durchschnittlich 2% verzinst, also 0.5% über dem Mindestzinssatz des letzten Jahres, wie einem offenen Brief des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB) zu entnehmen ist.

Mindestzinssatz von 1.75% ist immer noch zu tief

Wie dem offenen Brief des SGB weiter zu entnehmen ist, ist die Erhöhung des Mindestzinssatzes immer noch zu wenig. Ihre Argumentation besteht darin, dass die Ausgestaltung der Formel zur Berechnung des Mindestzinssatzes kontrovers sei. Ausserdem haben die Vorsorgeeinrichtungen den Mindestzinssatz von 2012, welcher ebenfalls 1.5% betrug, ohne Mühe erwirtschaftet. Für dieses Jahr würde sich ein ähnliches Bild abzeichnen. Grundsätzlich sollten gute Anlageergebnisse also auch eine Erhöhung der Zinsen zur Folge haben.

Mindestzinssatz von 1.75% ist zu hoch

Einen konträren Standpunkt vertritt der Schweizerische Versicherungsverband (SVV). Da sich die Pensionskassen immer noch in einer Unterdeckung befinden, hätte der Zinssatz auf 1.25% gesenkt werden müssen, um dadurch die 2. Säule stärken zu können. Der Mindestzinssatz von 1.25% wäre nötig gewesen, da die Pensionskassen auf der einen Seite unter den niedrigen Zinsen des Kapitalmarktes leiden und auf der anderen nicht bekannt ist, wie sich die Renditen nächstes Jahr entwickeln werden.

Auch wenn die Meinungen bezüglich des neuen Mindestzinssatzes auseinander gehen, das Anlegen eines Sparkapitals lohnt sich für Arbeitnehmer jedenfalls etwas mehr nächstes Jahr. Spielt man mit dem Gedanken, die Erhöhung der Verzinsung auszunützen, ist es manchmal schwierig, das passende Anlageangebot zu finden. Dafür stehen gewisse Online-Hilfen wie beispielsweise die Beste Variante Offerte zur Verfügung.

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