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Die Herausforderungen der Zukunft für die Vorsorgekassen

Oktober 1st, 2011 in Altersvorsorge, News

Auf lange Sicht sind niedrige Zinsen eine grössere Herausforderung für die schweizerischen Pensionskassen als der starke Schweizer Franken und Verluste an Aktienmärkten. Das berichtet der Anlagefondsanbieter, Vermögensverwalter und Anbieter von Lösungen der beruflichen und privaten Vorsorge „Swisscanto“ anlässlich seines Mediengesprächs vom 21. September 2011 mit diversen prominenten Referenten.

Basierend auf dem Complementa Risiko Check-up, liegt der durchschnittliche Deckungsgrad Ende August 2011 vermögensgewichtet für alle Kassen bei 95 Prozent; bei privatrechtlichen Kassen erreicht er einhundert Prozent, bei den öffentlich-rechtlichen Kassen 88,9 Prozent, berichtet Swisscanto. Die weitere Entwicklung der Pensionskassen ist durch Risiken geprägt. Noch zu Jahresbeginn seien „die Schwankungsreserven der Pensionskassen nach der Finanzkrise von 2008 teilweise wieder gebildet worden“. Nun jedoch seien sie durch Verluste bei Aktien und Anlagen im Ausland wieder aufgebraucht. Aufgrund der SNB-Zinspolitik sank das Zinsniveau, heisst es. Die Rendite-Prognosen der Schweizer Pensionskassen bleiben dadurch schlecht. Durch die anhaltend rekordtiefen Zinsen werden sich die für die Leistungssicherung notwendigen Sollrenditen wie in den vergangenen Jahren kaum erwirtschaftet können, berichtet Swisscanto.

Thema im Mediengespräch war auch der technische Zins. Er steht für die mittel- bis langfristige Rendite der Vermögen. Generell gilt, dass ein niedriger technischer Zins bei den Pensionskassen zu mehr Vorsicht und zur Bildung grösserer Reserven führt. Eine Reduktion des technischen Zinses um ein Prozent entspricht rund zehn Prozent des Vorsorgekapitals, zitiert Swisscanto eine Faustformel. Gérard Fischer, CEO Swisscanto Gruppe, sprach sich während des Mediengesprächs in Bezug auf die Zukunft der Pensionskassen für ein flexibles System aus. Mit ihm partizipieren Versicherte abhängig von ihrem Anteil am Vermögen an Überschüssen wie Verlusten. Das derzeitige System, das durch Leistungsgarantien, hohe Volatilitäten und tiefe Renditen geprägt sei, führt seiner Meinung nach „in der Praxis zwischen verschiedenen Jahrgängen zu massiven Umverteilungseffekten“. Das ist nicht erwünscht!

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