Lebensversicherung Einmaleinlage als Sparlösung
Die klassische Methode eine Lebensversicherung zu finanzieren ist es, monatliche Prämien einzubezahlen. Es besteht aber auch die Möglichkeit, mittels einer Einmaleinlage (auch: Einmalprämie) in eine Lebensversicherung zu investieren und daraus Gewinne und steuerliche Vorteile zu ziehen.
Entscheidet man sich für eine Einmalprämie, sind die daraus ergehenden Erträge von der Einkommenssteuer befreit, sofern die Police als Vorsorgevertrag abgeschlossen wurde – sprich: im Rahmen der gebundenen Vorsorge der Säule 3a. Das bedeutet im Klartext, dass die Lebensversicherungs-Police mindestens 5 Jahre laufen muss - bei fondsgebundenen Lebensversicherungen beträgt diese Frist gar 10 Jahre. Auch an das Alter werden bestimmte Anforderungen gerichtet: So muss der Abschluss der Police vor dem 66. Geburtstag und die Auszahlung nach dem 60. Altersjahr erfolgen.
Laufzeit, Rendite und der Einfluss der Teuerung
Policen die nur fünf Jahre lang laufen, lohnen sich aber in den meisten Fällen nicht, weil auf den eingelegten Betrag einer Einmaleinlage die Stempelsteuer von 2,5 Prozent anfällt. Bei der Berechnung einer Rendite wird
außerdem oft die Teuerung vernachlässigt. Ein Beispiel: Eine Police mit Einmaleinlage von 100'000 Franken, die 5 Jahre lang läuft und jährlich eine Rendite von 2 Prozent garantiert, wird bei der Auszahlung einen Wert von 110'400 Franken haben. Bei einer gleichzeitigen Teuerung von jährlich 1% und abzüglich der anfangs zu zahlenden Stempelsteuer, bleibt dem Versicherten gerade noch eine Rendite von 2'800 Franken – Berücksichtigt man auch noch, dass das ausbezahlte Kapital aufgrund der Teuerung eine 5 Prozent tiefere Kaufkraft haben wird, bleibt unter dem Strich einem Jahresgewinn von 0,5% . Auch bei 10 Jahren Laufzeit und sonst gleich bleibenden Werten resultiert eine reale Rendite von nur 0,8 Prozent.
Anmerkung: Überschussbeteiligungen sind in diesen Beispielen nicht berücksichtigt. Eine solche verbessert die Rendite natürlich spürhaft. Verlassen Sie sich aber nicht auf allzu hohe Versprechungen. Die Finanzmarktlagen sind starken Schwankungen ausgesetzt.
Als Sparlösung eignet sich die Einmaleinlage bei Lebensversicherungen erst bei Laufzeiten ab 20 Jahren. Wer sich eine derart lange Bindung erlauben kann sollte mit dem Abschluss allenfalls auf gestiegene Zinsen warten, investiert aber ansonsten in ein sehr sicheres Produkt. Allenfalls kann eine Leibrentenversicherung einer Lebensversicherung mit Kapitalauszahlung vorgezogen werden. In diesem Fall wird statt einer Kapitalauszahlung eine monatliche Rente ausbezahlt und man muss sich im Ruhestand bis zum Lebensende nicht mehr um die richtige Einteilung des Kapitals kümmern.
Fazit: In jedem Fall liegt der grosse Vorteil der Lebensversicherung beim Schutz der Hinterbliebenen. Bei einer längerfristigen Kapitalbindung kann auch eine interessante Rendite erzielt werden, doch sollte sichergestellt werden, dass das Kapital während der Laufzeit nicht benötigt wird.
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